Das BW Haldensleben nahm unter den Bahnbetriebswerken der Rbd Magdeburg eine Sonderstellung ein. Die Dienststelle besaß keine Drehscheibe und gehörte zu den kleinsten Bahnbetriebswerken der DDR.
Das BW Haldensleben ging 1950 aus den Bahnbetriebsstätten der Neuhaldenslebener Eisenbahn (NhE) und der Kleinbahn Gardelegen-Haldensleben-Weferlingen (GHWK) hervor.
Der Dienststelle waren die Lokbahnhöfe in Calvörde und Weferlingen unterstellt.
Haldensleben war in erster Linie für die Zugförderung auf den Nebenbahnen nach Bebertal, Eilsleben und Weferlingen sowie auf der Hauptbahn Magdeburg – Oebisfelde verantwortlich.
Entsprechend diesen Aufgaben waren in Haldensleben meist Tenderloks – u.a. der Baureihen 75 und 83 – sowie Triebwagen stationiert.
Ab 1973 waren auch Reko-52er hier beheimatet.
Erst im Frühjahr 1988 endete die Dampflokzeit. Am 30.Juni 1993 verlor das BW Haldensleben seine selbstständigkeit. Sechs Jahre später gab die DB-AG den Standort auf, der heute von einer Privatbahn genutzt wird.
Momentan ist dort die Eichholz-Rail GmbH tätig und arbeitet vorwiegend V170 NOHAB-Lokomotiven auf. Die farblich Auffallenden und "amerikanisch" anmutend lackierten "Rundnasen" sind Deutschlandweit im Einsatz.
Die bekanntesten dürften die STRABAG -Modelle (weiß-rot und gelb-rot) sein und die Versionen im Santa Fe - Look , sowie im schönen DSB-Design.